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Schwangerschaftsdiabetes ist frühzeitig erkannt sehr gut behandelbar

Schwangerschaft

Schwangerschafts-Diabetes: Ursachen, Risiken und Behandlung

5-10 Prozent aller Frauen entwickeln Schwangerschaftsdiabetes. Aber wie entsteht diese Erkrankung und was kann frau tun?


Der Stoffwechsel der Frau wird während einer Schwangerschaft extrem belastet, weshalb der weibliche Körper auch einer erhöhten Versorgung des Hormons “Insulin” bedarf, welches die Aufnahme von Glucose in Körperzellen reguliert und somit blutzuckersenkend wirkt. Etwa ab der 20. Schwangerschaftswoche wird Insulin daher automatisch vermehrt in der Bauchspeicheldrüse produziert. Ist der Körper der Frau jedoch trotzdem nicht in der Lage, den erhöhten Bedarf zu decken, steigt der Blutzuckerspiegel immer weiter an. Hierbei spielen sowohl genetische Veranlagung als auch der Lebensstil und der allgemeine Gesundheitszustand der werdenden Mutter eine Rolle. 

Die Risiken von Schwangerschaftsdiabetes 

Während leichte Störungen des Zuckerstoffwechsels aufgrund hormoneller Veränderungen während einer Schwangerschaft nicht unüblich sind, muss darauf geachtet werden, dass bestimme Grenzwerte nicht überschritten werden. Wird die Erkrankung früh genug erkannt und behandelt, kann man Folgeschäden gut vorbeugen. Unbehandelt kann ein permanent erhöhter Blutzuckerspiegel u.A. zu andauernden Pilzinfektionen und Harnwegsinfekten führen und die Risiken, eine Frühgeburt zu erleiden sowie später an “Diabetes Typ 2” zu erkranken erhöhen. Und auch der sich entwickelnde Embryo kann Schäden davontragen: Durch die erhöhte Zuckerzufuhr über die Plazenta produziert der kindliche Organismus zum Ausgleich mehr Insulin, welches auch als Wachstumshormon agiert und dazu führt, dass jene Babys schwerer und größer werden. Dies erhöht bei Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes folglich auch die Kaiserschnitt-Rate. Ganze 36,8 Prozent der Kinder von 25.000 Müttern mit Schwangerschaftsdiabetes waren laut der amerikanischen "HAPO"-Studie später übergewichtig. Trotz ihrer Größe können bei betroffenen Babys jedoch Entwicklungsverzögerungen der Organe und Körperfunktionen auftreten.  

Symptome und Diagnose: 

Im Rahmen der Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen wird zwischen der 24. und 28. Woche ein Zuckerbelastungstest durchgeführt. Weisen werdende Mütter jedoch Risiko-Faktoren auf (z.B. Übergewicht, Diabetes in der Familie, mehrere Fehlgeburten, Glukoseintoleranz oder Schwangerschaftsdiabetes in einer vorhergegangenen Schwangerschaft...), empfiehlt die Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG), den Glukosetoleranztest noch früher durchführen zu lassen. 

Die Behandlung:  

Ist die Diagnose gestellt, kann Schwangerschaftsdiabetes gut behandelt werden. Durch regelmäßige Blutzuckermessung und eine Insulintherapie wird der Blutzucker im Normbereich gehalten. In der Regel kann die Therapie nach der Geburt des Babys wieder eingestellt werden. Nach etwa 6-12 Wochen nach der Entbindung sollte frau zur Sicherheit erneut einen Zuckerbelastungstest durchführen lassen. Bei der Ernährung während der Schwangerschaft sollten Betroffene darauf achten, eher häufiger kleine Portionen als seltener große zu sich zu nehmen, Zucker zu reduzieren, täglich etwa 2 Handvoll Obst (nicht zu stark zuckerhaltiges) und Gemüse zu essen, auf gute Fette zu achten und statt Weißmehl- zu Vollkornprodukten zu greifen. 

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Quellen: 

https://www.oedg.at/ 

http://clinchem.aaccjnls.org/content/65/7/937.abstract

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